1906: Gründung des RSV Nattheim ( Gründungsväter Georg Scheerer, Christian Scheerer, Georg Maier, Heinrich Eitel, Hans Dempler, Matthias Esslinger, Georg Eber, David Bass und Matthias Junginger)

Zum 1.Vorsitzenden wurde Georg Scheerer gewählt.


1907: Wurde eine erste Ausfahrt nach Günzburg unternommen.

1908: Veranstaltete der Verein sein erstes Stifftungsfest an der Friedenshöhe mit großer Beteiligung der Nattheimer Einwohnerschaft. Über 400 Radfahrer nahmen dran teil, allein 200 aus Ulm.


1909 - 1913: Wuchs der Verein auf 62 Mitgliedern an. Das Vereinsleben wurde durch viele Aus- und Wanderfahrten gepflegt.


1914: Beginn des 1. Weltkrieges. Fast alle Mitglieder des stattlichen Vereins wurden zum Kriegsdienst einberufen. 14 Mitglieder kehrten nicht mehr zurück.


1919: Hans Fröhlich wurde zum Vorstand gewählt.


1920: Im Mai begannen die jungen Mitglieder Martin Illenberger, Karl Kneule, Andreas Buckenhofer, Hans Maurer, Hans Dempel, Hans Maier, Matthias Stammler und Chr. Thumm unter Fahrwart Ernst Hof, auf dem Platz vor der Kirche Reigen auf Straßenräder zu üben.


1922: In der Hauptversammlung wurde Georg Maier zum Vorstand gewählt. In der Versammlung wurde beschlossen, ein Banner zu kaufen. Die Bannerweihe wurde zu einer großen Demonstration des Radsports.


1923: Am 8. Juni beteiligten wir uns in Ehrenstein am Preis Korso und erhielten den 1.Korso Preis mit 35 Fahrern. Im gleichen Jahr begannen unsere Sportler mit dem Aushub eines Reigen-Übungsplatzes auf der Halde (heutiger Sportplatz).


1924: Beim Bezirksfest in Nattheim konnten wir auf dem neuerbauten Übungsplatz den Bezirksmeistertitel im 8er-Reigen erringen.


1925: Die Reigenmannschaft drängte zum Kauf von Saalmaschinen. Da das Geld aber sehr knapp war, nahmen Vorstand Georg Maier, Leonhard Ziegler und Andreas Scheerer je eine Hypothek auf ihr Wohnhaus auf. Hieran kann man ersehen, wie knapp damals das Geld war und groß der Idealismus war.


1931: Ein Jahr großer Erfolge in der Vereinsgeschichte

Die 1. Herrenmannschaft in 4er-Kunstreigen mit Hans Wiedemann, Martin Illenberger, Fritz Eitel und Fritz Ziegler konnten den 1.Preis erringen. Die 2. Herrenmannschaft konnte im 6er-Steuerrohrfahren einen 1.Preis und im freien Wettbewerb die Gaumeisterschaft im 6er-Kunstreigen B erinngen, an welchem auch Mannschaften aus Österreich und der Schweiz teilnahmen- Mit Musik und einer großen Menge Leute mit Blumensträußenchen wurden die Meister am Heidenheimer Bahnhof empfangen und nach Nattheim begleitet- das waren noch Zeiten.


1932: Große Anstrengungen (4800 Arbeitsstunden) wurden aufgebracht, um den Sportplatz Halde (heute Sportplatz der TSG Nattheim) auszubauen. 1600cbm Erde wurde bewegt, eine beachtliche Leistung.

Der Mitgliederstand wurde mit 112 angegeben. Die Sportplatzeinweihung ist für den 9.Juli 1933 geplant. Eifrig wurde im Frühjahr an der Fertigstellung des Sportplatzes auf der Halde gearbeitet. Wie ein Blitz aus heiterem Himmel traf alle, aus der Arbeiterbewegung resultierenden Vereine, die MAchtergreifung durch die Nationalsozialisten. Die Regierung erlies ein Verbot für alle Vereine. Das Gesamte Vermögen wurde beschlagnahmt und eingezogen.


1935: Im Frühjahr gingen Martin Illenberger und einige andere, insbesondere Fussballer daran, einen neuen Turn- und Sportverein zu Gründen. Zweck dieses Vereins war in erster Linie, das beschlagnahmte Inventar des Radsportvereins wieder frei zu bekommen und die Vereinskammeradschaft aufrecht erhalten zu können. Nach vielen Bitten erklärte sich der damalige Bürgermeister Hauff bereit, eine Gründungsversammlung zuzulassen.


1939: Ausbruch des 2.Weltkrieges. Der Sportbetrieb kam bald zum erliegen, da fast alle aktiven Mitglieder zur Wehrmacht eingezogen wurden. 1940 wurde Vorstand Georg Burr dienstlich nach Stuttgart versetzt, was die Vorstandsfarge neu aufwarf. Fritz Ziegler wurde neuer Vorzitzender. Anfang 1940 erreicht jedoch auch ihn der Stellungsbefehl.


1946: Die Sparten Radsport, Fussball und Turnen durften wieder betrieben werden.


1950: Uneinigkeit in den Sparten Fußball, Turnen, Radsport und Einwirkung der Verbandsleitung brachten die Trennung des stattlichen Vereins. So einigten sich die Fußballer und Turner zur TSG, die Radfahrer für den RSV.


1952: Beginn der Bau der eigenen Übungshalle, sowie die Anschaffung von neuen Kusträdern.


1954: Am 18.Juli konnte das neue Vereinsheim eingeweiht und seiner Bestimmung übergeben werden.


1956: 50 Jahrfeier. Mit einem frabenprächtigen Festzug durch unser bunt geschmücktes schönes Dorf bis zum Festzelt in dem sich in würdigem Rahmen unsere Jubiläumsfeier anwickelte.


1958: Neugründung der Rollsportabteilung. Die ersten Fahrer sind Renate und Birgitte Hoffmann und Eugen Maurer.


1959: Die Rollsportlerinnen und Rollsportler setzten die Erfolge fort; mit einer Goldenen, einer Silbernen und einer Brozenen Medaille kehrten sie von den Deuteschen Meisterschaften aus Karlsruhe zurück.


1960: Ein erster Durchbruch bei den Rollschuhsportlern. Eugen Maurer und Brigitte Hoffmann erringen bei den Deutschen Meisterschaften in Neu-Isenburg eine bronzene Medaille der Junioren.


1962: Neugründung der Motorsportgruppe


1965: Eugen Maurer und Hannelore Buck werden in Rüsselsheim "Deutsche Meister" in Paarlauf. Im Hallenradsport werden zum ersten mal die Deutschen Meisterschaften in Berlin ausgetragen. Der RSV Nattheim nahm mit drei Mannschaften und vielen Schlachtenbummlern teil. Diese Meisterschaft war für alle ein sehr großes Ereignis, dies kann man auch heute noch aus den Erzählungen der noch lebenden Teilnehmer entnehmen.


1968: Die Rollsportler hatten wieder ein erfolgreiches Jahr. Bei den Deutschen in Bad Friedrichshall wurden die nummehr verheirateten Hanne und Eugen Maurer Deutscher Vizemeister.


1969: Entscheidung über den Anbau eines Vereins- und Jugendheim an der Radsporthalle. Bis dato war in der Übungshalle des öfteren mit "Glatteis" im Winter zu rechnen und man konnte bei dicken Eisschichten an den Wänden nur mit Mütze und Handschuhen trainieren. Nach dem Training scharte sich dann alles um einen alten "Eisenofen" im kleinen Vorraum und nicht selten saß man auch auf den Tischen, weil es unter der Decke wärmer war. So ging ein lang gehegter Wunsch des gesamten Vereins, insbesondere des damaligen Jugendleiters Leo Klein, in Erfüllung. In 2-jähriger Bauzeit wird ein schmucker Anbau in Eigenleistung von der Jugend und den aktiven sowie passiven Mitgliedern des Vereins fertiggestellt. Die Planung übernahm unser Mitglied Bautechniker Georg Riek. Die Durchführung und Organisation der praktischen Arbeiten oblagen unserem Sportleiter und aktiven Mitglieb, Mauerermeister Walter Maier. In diesem Zusammenhang sollte auch der damalige Vorstand Siegfried Maier erwähnt werden, welcher keine Zeit scheute, um für den Verein die nötigen Spenden und Zuschüsse zu organisieren, ohne die es einem Verein unserer Größenordnung nicht möglich gewesen wäre ein solches Projekt durchzuführen. Die Einweihung fand 1971 statt.


1970: Dieselben Läuferinnen wie 1969 belegten im Rollkunstsport bei den Deutschen einen beachtlichen zweiten Platz. Im Kunstradsport hatte sich bei den Schülern auch einiges getan. Der Vierer mit Gerhard Frey, Rolf Maier, Georg Laible und Erwin Bader rückte in die Jugend-Klasse auf und wurde mit Erwin Buckenhofer und Peter Klein, welche von einer anderen Mannschaft stammten, zu einer Sechser-Mannschaft ausgebaut. Diese Mannschaft nahm gleich beim ersten Anlauf alle Hürden und qualifizierte sich zu den Deutschen in Hannover, wo sie auf Anhieb "Deutscher Jugendmeister" wurde und so nach einer längeren Durststrecke im Kunstradsport wieder einen "Deutschen Meister" nach Nattheim holten. In den Jahren bis 1973 konnten diese Sportler noch insgesamt fünf Deutsche Meister erringen. Diese Aktiven Kunstradsportler gehörten mit einer Ausnahme (Erwin Bader ist seit vielen Jahren in der Schweiz verheiratet) bis zum Ende der 90er Jahre alle noch den Ersten Mannschaften des RSV Nattheim an und können zu Recht als eine der erfolgreichsten Mannschaftssportler der Vereinsgeschichte bezeichnet werden.


1971: Inge Maier und Siegward Majer errangen im Paarlauf der Junionren für die Rollsportabteilung wieder einen Deutschen Meistertitel. Im Radsport hatten sich, außer den bereits erwähnten Titeln, Rolf Maier und Gerhard Frey im Zweierkunstfahren der Jugend einen Namen gemacht. Bei den Deutschen in Wiesbaden hatten sie nach der gewonnenen Landesmeisterschaft gute Chancen auf einen Platz unter den ersten drei, wurden jedoch durch einen kleinen Zeitfehler nur unglücklich Vierter. Ursula Baß, Renate Buck, Heiderose Götzelmann, Roswitha Illenberger, Maria Majer und Maria Brandhuber wurden Deutscher Meister im 6er Kunstfahren der Damen.


1972: Unter der Trainerin Hanni Klaiß erlebten unsere jungen Rollsportlerinnen wieder ein erfolgreiches Jahr. Karin Junginger und Inge Maier wurden im Zweierlauf Württembergische Meister.


1973: Als in diesem Jahr der Kauf der alten katholischen Kirche samt einem schönen Grundstück möglich wurde, standen dem Verein ganz neue Perspektiven zur Verfügung. Man befasst sich mit dem Bau einer Rollschuhbahn,. Im Jahr1975 ging man dann auch daran die Planung voranzutreiben. Man entschied sich, die sanitären Einrichtungen, zuerst in Angriff zu nehmen. Es wurde deshalb zuerst ein schöner Anbau an die Radsporthalle, mit zwei Umkleide-, Wasch- und Duschräumen verwirklicht. 1978 konnte der stolze Neubau im Rahmen des Landestages der RKB Solidarität Württemberg eingeweiht werden. Ca. 40 Männer unter der Leitung von Walter Maier und Josef Palinkas und der Planung von Georg Riek, haben dieses Werk geschaffen, das der Radsporthalle eine neues Gesicht und damit wohl auch ihr vorläufig, endgültiges verliehen haben. Hiermit möchten wir den Männdern und Frauen danken, die seit 1968 viele Stunden und Tage ihrer Freizeit und ihres Familienlebens dem Verein geopfert, und dafür nicht immer den ihnen gebührenden Dank und Anerkennung erhalten haben.


1974: Die Kunstradsportler starteten in Augsburg mit 21 Sportlerinnen und Sportlern in fünf Disziplinen. Eugen Maurer und Eduard Hintz errangen zum erstenmal den Deutschen Meistertitel im Zweierkunstfahren der Herren.

Im Sechser-Kunstfahren der Schüler belegten wir einen guten Dritten Platz. Die bis 1973 mehrfachen deutschen Jugendmeister im 6er und 4er Kunstfahren, gingen diesmal, nach eine Umbesetzung durch Eugen Maurer und bestandenen Qualtifikationen, in der Aktiven-Klasse an den Start und belegten auf Anhieb den Dritten Platz.


1975: Zum ersten Mal fand eine Großveranstaltung im Kunstradsport in Nattheim statt. Es wurde der "Große Conti- und Condorpreis" im 2er und 4er Kunstfahren ausgetragen. Hierzu waren Mannschaften aus dem gesamten Bundesgebiet am Start. Bei den Deutschen Meisterschaften in Rüsselsheim konnten Eduard Hintz und Eugen Maurer ihren Deutschen Meistertitel erfolgreich verteidigen, Wolfgang Maier, Hartmut Lanzinger, Roland Steinhauer, Gerd Baaman, Arnold Speyer und Dieter Mayer konnten im 6er Kunstfahren der Schüler den Ersten Platz erringen. Im 6er Kunstfahren der Herren, dem Paradepferd des RSV, fuhren Walter und Rolf Maier, Eugen Maurer, Eduard Hintz, Peter Klein und Erwin Buckenhofer nur knapp am Deutschen Meister vorbei und belegten den Zweiten Platz. Ursula Beyer, Hanne Maurer, Maria Forell, Cornelia Weber, Andrea Horsch und Heiderose Götzelmann belegten den dritten Platz im 6er Kunstfahren der Frauen.


1976: Zum letzten Mal fanden die Deutschen der "Solidarität" in Moers im Ruhrgebiet statt, wobei der RSV Nattheim mit sieben Mannschaften vertretten war. Hier wurden folgende Plätze auf dem Treppchen erzielt: 6er Kunstfahren der Schüler ein erster Platz, im 2er Kunstfahren der Herren belegten Eugen Maurer und Eduard Hintz den zweiten Platz und im 6er Kunstfahren der Herren erreichte man ebenfalls wie im Vorjahr nur knapp den Deutschen Vizemeister.


1977: MIt Beginn der Saison 1977 tragen der "Bund Deutscher Radfahrer" (BDR) und der "Rad- und Kraftfahrerbund-Solidarität" (RKB Solidarität) gemeinsam ihre Meisterschaften aus. An diesen beteiligten sich bis zum Ende der 90er Jahre folgende Kunstradfahrer des Vereins: Walter Maier, mit über 50 Jahren aktivem Radsport der Senior des RSV sowie Eugen Maurer, Helmut Maurer, Eduard Hintz, Peter Klein, Erwin Buckenhofer, Georg Laible, Gerhard Frey und Rolf Maier mit durchschnittlich 30-40 Jahren aktivem Sportlerleben.


1980: Wieder ein Jahr großer Entscheidungen. Vorsitzender Siegfried Majer ist 1979 aus familiären Gründen zurückgetreten und seit dem "Ehrenvorstand" des Vereins. Ernst Illenberger wird neuer 1.Vorsitzender. Der Verein entschließt sich zum Bau der Rollschuhbahn. Mit der Zusage der Gemeinde und des Landessportbundes über einen Zuschuss steht dem Baubeginn nichts mehr im Wege. Die Firmen Ernst Maier, Mattern und Widmann führen die Erdarbeiten in Zusammenarbeit aus. Es werden ca. 2500 cbm Erde ausgehoben. Im Herbst 1980 werden die Nebenräume zum Neubau noch in gemeinsamer Arbeit in Angriff genommen. Im Mai 1981 konnte dann die Decke betoniert werden. Als nächstes werden dann die Fundamente und die Bahn selbst erstellt.

Die Motorsportabteilung des RSV Nattheim besteht seit 1962. Ihr erster Abteilungsleiter war Ernst Illenberger. Er veranstaltete als erster in Nattheim ein Geschicklichkeitsturnier mit PKW und Krafträdern. Diese Veranstaltung wurde später sehr bekannt als Geschicklichkeitsturnier "Rund um die Radsporthalle". Im Jahre 170 wurde zum ersten Mal eine Bezirks-Orientierungsfahrt in Nattheim veranstaltet.


Ab 1975 übernahm Hubert Weber die Führung der Motorsportler. Als Einstand suchte er ein geeignetes Motorsportgelände für die jungen Zweiradfahrer, das dann freundlicherweise von der Brauerei Schlumberger zur Verfügung gestellt wurde. Trotz großem Einsatz und vielen freiwilligen Arbeitsstunden der jungen Sportler, stellte sich später heraus, dass das Gelände für diese Art von Veranstaltungen nicht geeignet war. Somit war die Ära "Moto Cross" schnell zu Ende.

Dadurch konzentrierte man sich verstärkt auf Geschicklichkeitsturniere. Diese wiederum waren nur möglich durch die Bereitstellung des Betriebsgeländes der ehemaligen Firma Kriegbaum.

Man führte durch die nähere Umgebung weiter auch Orientierungsfahrten auf Bezirksebene durch und der Trend zu dieser Disziplin erfreute sich immer größerer Beliebtheit. Bezirksmeistertitel in Orientierungsfahrten und Geschicklichkeitsturnieren konnten mehrmals errungen werden. Auch Teilnahme an Württembergischen und Deutschen Meisterschaften waren für die MSC`ler kein Neuland mehr.

Über viele Jahre waren diese Veranstaltungen und Aktivitäten der Motorsportler bei uns regelmäßige Einrichtungen, die dann leider in den letzten Jahren aus Zeitmangel und auch nachlassendem Interesse so ziemlich zum Stillstand kamen.


1981: Der RSV feiert sein 75-jähriges Jubiläum vom Freitag den 11.September bis Sonntag 13.September mit einem großen Festprogramm. Drei Tage stehen ganz im Zeichen dieser Großveranstaltung. Die Verantwortlichen und viele Helfer haben ein Jubiläumsprogramm im großen Festzelt zusammengestellt und organisiert:

Freitag - Bieranstich und großer bunter Abend

Samstag - Familien- und Rentnernachmittag, Festbankett und Sportprogramm

Sonntag - Ökumenischer Gottesdienst - Großer Festumzug durch die Gemeinde

Das ganze Jubiläum war sicher ein Meilenstein in der Vereinsgeschichte mit einer großen Zahl von Gästen, Sportlern, Vereinen und Ehrengästen. Eine große organisatorische Leistung wurde zur vollsten Zufriedenheit aller vollbracht.


Die Funktionsräume (Geräte-, Technik-, Umkleide- und Abstellräume) der Rollschuhbahn werden in Eigenleistung erstellt.


1982: Die Bodenplatte der Rollschuhbahn (40x20m, internationales Maß) wird von einer Spezialfirma fertiggestellt.

Ein Traum der Rollsportler und auch unseres "Siege" geht in Erfüllung. Einweihung der Rollschuhbahn mit buntem Sportprogramm am 17. und 18. September unter großer Beteiligung der Nattheimer Bürger. Auch unsere ehemaligen Deutschen Meister im Paarlauf von 1965, Hanne und Eugen Maurer, ließen es sich nicht nehmen, auf dieser tollen Bahn nochmals aufzutreten. Über 8.000 freiwillige Arbeitsstunden wurden geleistet. Heute fast unvorstellbar.


1984: Unser Ehrenvorsitzender, Siegfried Majer, erhät die Ehrennadel des Landes Baden-Württemberg.


1986: Das 80-jährige Jubiläum des RSV wird auf der Rollschuhbahn und rund um das Vereinsheim gefeiert.


1988: Walter Maier erhält im Rahmen der Jahresabschlussfeier die Ehrennadel des Landes Baden-Württemberg aus der Hand von Bürgermeister Walter Henle.


1989: Ehrenvorsitzender Siegfried Majer wird wieder 1.Vorsitzender des Radsportvereins, nachdem Ernst Illenberger nach 10 Jahren nicht mehr kandidiert.

Unser Siege wird 60 und übernimmt nochmals die Führung des Vereins.


1990: Die Mauer ist gefallen. Der RSV macht einen Besuch in der Partnergemeinde Breitenbrunn. Die Rad- und Rollsportler veranstalten einen Sportzirkus in der ehemaligen Kaderschmiede auf dem Rabenberg. Bürgermeister Fischer aus Breitenbrunn überreicht dem RSV ein altes Bild aus den 20er Jahren des ehemaligen RSV Breitenbrunn.


1991: Nach 20 Jahren haben es die Rollkunstläufer wieder einmal geschafft, Bundesmeister zu werden und das gleich zwei Mal. Dies wurde im Zweierlauf Junioren mit Daniela Huber und Melanie Palinkas und im Gruppenlauf mit Sandra Kollmer, Simone Keller, Melanie Palinkas und Daniele Huber erreicht.


1993: Das war noch nie da, solange in Nattheim Rollschuh gelaufen wird. Bei der Bundesmeisterschaft des RKB Solidarität in Bad Friedrichshall ist es den Nattheimer Rollkunstläuferinnen gelungen gleich drei Mal das Siegertreppchen zu besteigen. Der erste Titel ging an Mario Hopp beim Sonderwettbewerb für männliche Läufer der Fortgeschrittenenklasse. Der zweite Titel ging an den Zweierlauf Nachwuchsklasse mit Simone Keller und Sandra Kollmer in einem Feld von 12 Paaren. Der Gruppenlauf Meisterklasse mit Daniela Huber, Melanie Palinkas, Simone Keller und Sandra Kollmer erhielt ebenfalls Gold und war somit der beste Gruppenlauf den die Soli zu bieten hatte.


1994: Die Erfolgsserie reißt nicht ab. In diesem Jahr holten die Rollkunstläufer zwei Bundesmeistertitel sowie zwei Vizemeistertitel nach Nattheim.

Mario Hopp wurde im Einerlauf Nachwuchsklasse und Simone Keller zusammen mit ihrer Partnerin Sandra Kollmer im Zweierlauf Junioren Bundesmeister.


1995: Eugen Maurer erhält die Ehrennadel des Landes Baden-Württemberg aus der Hand von Bürgermeister Bereska.

Bei den Rollkunstläufern war es nicht erwartet, dennoch gelang es auch in diesem Jahr einen Bundesmeistertitel durch Mario Hopp im Einerlauf Junioren mit nach Hause zu bringen. Daniela Huber und Melanie Palinkas mussten sich einem von insgesamt 13 Zweierläufen geschlagen geben und wurden mit dem Vizemeistertitel im Zweierlauf Meisterklasse belohnt.


1997: Die Rollschuhbahn muss, aufgrund der extremen Witterungsverhältnisse, einen neuen Belag erhalten. In diesem Zusammenhang wird, um diese große Investition zu sichern, gleich auch die Überdachung mit in Angriff genommen. Dies stellt eine schier unlösbare finanzielle Aufgabe für den Verein dar.

In dieser schwierigen Zeit trifft den Verein ein harter Schlag: "Ein großer Mann des Sports ist plötzlich tot". Im Alter von 67 Jahren stirbt unser 1.Vorsitzender Siegfried Majer nach einem Schlaganfall plötzlich und unerwartet. Er hat den Verein über Jahrzehnte hin maßgeblich geprägt. Mit seinem steten Optimismus und dem Blick nach vorne hat der den Verein zu dem gemacht, wo er heute steht. Er hinterlässt tiefe Trauer und eine große Lücke im Verein, die nur schwer zu schließen ist.

In einer außerordentlichen Hauptversammlung wird Rolf Maier zum 1.Vorsitzenden gewählt und übernimmt diese große Aufgabe. Er bezeichnet sie als: "Eine Kraftanstrengung am Rande des Machbaren".


Die Vorstandschaft des RSV Nattheim 1906 e.V. im Jubiläumsjahr:

1.Vorsitzender Rolf Maier

2.Vorsitzender Erwin Buckenhofer

Kassierer Peter Klein

Jugendleiter Ralf Prater

Schriftführerin Roswitha Maurer

Sportleiter Helmut Buckenhofer


2001: Bei der Bundesmeisterschaft im Rollkunstlaufen vertrat Manuela Koch im Einerlauf Junioren den RSV Nattheim. Sie ließ ihre Konkurrentinnen alle hinter sich und wurde Bundesmeisterin.


2005: Nach vier Jahren gelang es den Nattheimer Rollkunstläuferinnen erneut einen Bundesmeistertitel zu erreichen: Melanie Koch, Sarah Trinschek, Johanna Lehnert und Lisa Mailänder starteten das zweite Jahr im Gruppenlauf Nachwuchsklasse in einem Feld von 10 Gruppenläufen und wurden Bundesmeister.


2017: 1.Vorsitzender Erwin Buckenhofer legt sein Amt nieder, bleibt aber weiter im Verein tätig. Frank Hoppe wird als neuer 1.Vorsitzender gewählt. In der Hauptversammlung wird beschlossen die Bestuhlung in der Radsporthalle sowie in der Vereinsgaststätte zu erneuern. Weiter auch die Beleuchtung in der Rollschuhbahn, Radsporthalle und im Vereinsheim auf LED umzustellen.


Die erfolgreichsten Radsportler der vergangenen Jahre:


Felix und Jonas Niederberger


- Zweier-Kunstradfahren


Ihre Erfolge:

- Deutsche Meister Schüler 1997

- Deutsche Meister Junioren 2001

- Europameister 2001

- Deutsche Vizemeister Elite 2002

- Deutsche Meister Elite 2003

- Ersatzfahrer bei den Weltmeisterschaften 2002/2003/2004

- Mitglied der Deutschen Nationalmannschaft seit 1998

Saisonbilanz 2005:

- Int. Bodenseemeisterschaft 1.Platz

- 1.Int. Swiss Austria Masters 1.Platz

- 1.German Masters 2.Platz

- 2.German Masters 2.Platz

- 3.German Masters 1.Platz

- German Masters Gesamtwertung 1.Platz

- Deutschland-Cup 1.Platz

- Deutsche Meisterschaft 1.Platz

- WM-Qualifikation 2.Platz

- 3-Nationen-Cup 2.Platz

- Großer Weinpreis Erlenbach 2.Platz

- Weltjahresbestenliste 2005 mit 319,16 Pkt 2.Platz

- Weltmeisterschaft 2.Platz

- Sportlerwahl HZ - Mannschaften 2.Platz



Daniel Junginger und Tim Niederberger


- Zweier-Kunstradfahren


Ihre größten Erfolge:

- Deutsche Meisterschaft 1988 Schüler 1.Platz

- Deutsche Meisterschaft 2000 Junioren 3.Platz

- Deutsche Meisterschaft 2001 Junioren 2.Platz

- Deutsche Meisterschaft 2002 Junioren 1.Platz

- Europameisterschaft 2002 Junioren 1.Platz


in 17 Wettkämpfen des Jahres 2002 wurden 17 Siege errungen


Deutschland-Cup 2003 Elite 3.Platz

Deutsche Meisterschaft 2004 Elite 3.Platz


Mitglied der Deutschen Nationalmannschaft Junioren und Elite seit 2004


Beide Sportler haben zum großen Bedauern des Vereins leider im Juni 2005 aus privaten Gründen ihre hoffnungsvolle Sportlaufbahn beendet.